top of page

Digitale Leseplanung: Von der Flächenerhebung bis zur Traubengeldberechnung

vor 21 Stunden
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 24 Minuten


Für Genossenschaften und Kellereien ist die Leseplanung eine komplexe logistische Aufgabe. Flächen, Rebsorten, erwartete Mengen, Qualitäten, Produktziele, Lesezeiten und Verarbeitungskapazitäten müssen aufeinander abgestimmt werden.

Je größer die Anbaufläche und je kürzer das Erntefenster, desto wichtiger ist es, diese Informationen frühzeitig zusammenzuführen und für die weiteren Prozesse nutzbar zu machen.


Eine durchgängige digitale Prozesskette kann dabei helfen, von der Flächenerhebung über die Leseplanung und Anlieferung bis zur Traubengeldberechnung mit einer gemeinsamen Datenbasis zu arbeiten.



Die Leseplanung beginnt lange vor der Ernte


Die eigentliche Leseplanung beginnt nicht mit der Vergabe von Lesezeiten. Zunächst müssen die Informationen vorliegen, auf denen die spätere Planung basiert.

Bei der digitalen Flächenerhebung werden aktuelle Flächen- und Stammdaten erfasst. Die anschließende Bonitur liefert Informationen über Qualität und Ertragspotenzial der einzelnen Flächen.


Daraus ergeben sich wichtige Grundlagen für die weitere Planung:


  • Welche Mengen sind voraussichtlich zu erwarten?

  • Welche Qualität hat die jeweilige Fläche?

  • Für welches Produkt sind die Trauben vorgesehen?

  • Wann kann die Fläche gelesen werden?

  • Welche Verarbeitungskapazitäten stehen zu diesem Zeitpunkt zur Verfügung?


So entsteht Schritt für Schritt die Grundlage für eine belastbare Leseplanung.




Von der Fläche bis zur Abrechnung


Eine digitale Leseplanung besteht aus mehreren aufeinander aufbauenden Schritten.


1. Flächenerhebung: Aktuelle Daten erfassen

Am Anfang stehen aktuelle Informationen über die bewirtschafteten Flächen.

Mit der digitalen Flächenerhebung können beispielsweise Flächen, Rebsorten und weitere Stammdaten strukturiert erfasst und aktualisiert werden; weit vor der amtlichen Meldung.

Diese Daten bilden die Grundlage für die folgenden Prozesse.


2. Bonitur: Qualität und Ertragspotenzial beurteilen

Bei der Bonitur werden die Flächen hinsichtlich Qualität und Ertragspotenzial beurteilt.

Die Ergebnisse zeigen, welche Mengen und Qualitäten voraussichtlich zu erwarten sind. Damit entsteht eine wichtige Grundlage für die spätere Planung und Produktzuordnung.


3. Produktzuordnung: Flächen den vorgesehenen Produkten zuordnen

Auf Basis der vorhandenen Informationen können Flächen den vorgesehenen Produkten beziehungsweise Masterartikeln zugeordnet werden.

Damit wird bereits vor der Lese festgelegt, welches Produkt aus den erwarteten Trauben entstehen soll.

Diese Zuordnung ist wiederum relevant für die weitere Lese- und Produktionsplanung: Menge, Qualität und vorgesehenes Produkt müssen mit den verfügbaren Verarbeitungskapazitäten zusammenpassen.


4. Leseplanung: Flächen und Mengen terminieren

Jetzt wird aus den vorhandenen Daten ein konkreter Leseplan.

Welche Fläche wird wann gelesen? Welche Menge wird erwartet? Welche Anlieferzeit ist vorgesehen?

Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Termine zu vergeben. Die geplanten Mengen müssen auch mit den Verarbeitungskapazitäten des Betriebs zusammenpassen.


5. Maschinen- und Kapazitätsplanung: Verarbeitung sicherstellen

Pressen, Tanks und weitere Maschinen verfügen über begrenzte Kapazitäten. Gleichzeitig sollen die Trauben möglichst kontinuierlich verarbeitet werden.

VYC Suite berücksichtigt deshalb Maschinen, Kapazitäten und Produktionspläne bei der Planung.

Das Ziel: hohe Auslastung ohne unnötige Engpässe.

Zu viele Anlieferungen zur gleichen Zeit können zu Wartezeiten an der Traubenannahme und Belastungsspitzen für die Mitarbeiter führen. Eine verzögerte Verarbeitung kann zudem die Qualität des Ernteguts gefährden.

Durch die Abstimmung von Leseplänen, erwarteten Mengen und Verarbeitungskapazitäten lässt sich die Ernte gezielter steuern.


6. Von der Ernte zur Traubengeldabrechnung

Die Informationen aus der Saison und der Ernte werden auch nach der Anlieferung weiter genutzt.

Alle relevanten Informationen aus Fläche, Bonitur, Erntemenge, Qualität und Produktzuordnung fließen in die Traubengeldberechnung ein.

Damit bildet die vorangegangene Prozesskette die Grundlage für die Abrechnung. Die Daten müssen nicht erneut aus unterschiedlichen Quellen zusammengetragen oder manuell übertragen werden.

Die Traubengeldberechnung wird damit zum letzten Schritt einer Prozesskette, die bereits lange vor der Lese beginnt.



Der Informationsfluss endet nicht bei der Verwaltung


Planung und Organisation funktionierten nur, wenn die Informationen auch bei den Mitgliedern ankommen.


Über ein digitales Mitgliederportal können Mitglieder/Ablieferer beispielsweise:


  • ihre Flächeninformationen einsehen und aktualisieren,

  • ihren Pflanzenschutz dokumentieren,

  • an der Flächenerhebung mitwirken,

  • Boniturergebnisse einsehen,

  • vorgesehene Lesezeiten abrufen,

  • sich zur Lese anmelden,

  • Traubengeldabrechnung aufrufen,

  • Informationen der Verwaltung zentral erhalten.


Damit wird das Mitgliederportal zur Schnittstelle zwischen Genossenschaft und Mitglied bzw. Kellerei und Ablieferer.

Die Verwaltung stellt Informationen digital bereit, während die Mitglieder und Ablieferer relevante Angaben und Rückmeldungen ebenfalls digital übermitteln können.


Auch bestehende Systeme können eingebunden werden – beispielsweise Warenwirtschaftssysteme oder Kellertechnik.

So lassen sich die Prozesse einer Genossenschaft oder Kellerei digital miteinander verbinden, ohne bestehende Strukturen grundsätzlich ersetzen zu müssen.


Was könnte eine durchgängige Prozesskette für Ihren Betrieb leisten?

Sprechen Sie uns an. Wir zeigen Ihnen gerne, welche Möglichkeiten VYC Suite Ihrem Unternehmen bietet.



bottom of page